











Auf dem
Bikini-Atoll

Reisebericht einer aussergewöhnlichen Tauchreise zu historischen Schiffswracks des 2.Weltkrieges.

Das Bikini-Atoll öffnete 1996 die Tore für Taucher. Zur Auswahl stehen heute 9 Schiffe. Am bekanntesten davon ist die USS Saratoga, ein 300 Meter langer Flugzeugträger, grösser als die Titanic.
Gleich in der nähe liegt die Nagato, von der Admiral Yamamoto den Befehl zum Angriff auf Pearl Harbor gegeben hat.
Zur historischen Sammlung gehören unter anderem zwei U-Boote sowie ein Kriegsschiff und zwei Zerstörer

Das Bikini-Atoll liegt im Pazifischen Ozean. Es gehört mit seinen insgesamt 23 Inseln zu den Marshallinseln. Die Landmasse aller zugehörigen Inseln umfasst 6,01 km². Die umschlossene Lagune ist 594,14 km² groß. Die größten Inseln sind Bikini, Eneu, Eninman und Nam.
Im Jahr 2003 lebten 167 Einwohner auf den Inseln. Alle anderen Ureinwohner sind auf diversen Inseln des Marshall-Archipels verteilt.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieg beschlossen die Vereinten Nationen, dass der Gebrauch von Gebieten der Marshall-Inseln, für die Sicherheitsbedürfnisse der USA, keinerlei Beschränkungen unterliegt. So wurden das Bikini-Atoll und das Eniwetok-Atoll von den Amerikanern für Atomwaffentests ausgesucht. Während der Testserien waren rund 42.000 amerikanische Techniker, Wissenschaftler und Militärs auf Bikini stationiert. Die Ureinwohner wurden auf die südöstlichere Insel Rongerik umgesiedelt.
Die Operation Crossroads war die erste atomare Testserie, die weltweit nach dem erfolgreichen Trinity-Test und dem Abwurf der zwei Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki von den USA durchgeführt wurde.
Mit dieser Testserie, die 1946 auf dem Bikini-Atoll in der Südsee stattfand, sollten die Effekte getestet werden, die Atombombenexplosionen auf ihre Umgebung ausüben. Zudem stand das Design der Trinity-Bombe auf dem Prüfstand.
Der Test bestand aus zwei Zündungen von Atombomben. Bei dem Able-Test wurde die Bombe aus einem B-29-Bomber abgeworfen
Beim Baker-Test wurde die Atombombe in einem Behälter unterhalb eines Schiffes angehängt und so unter Wasser gezündet.
Für beide Tests wurden 71 alte amerikanische Militär- und Frachtschiffe in das Bikini-Atoll verbracht. Dazu kamen japanische und deutsche Schiffe, die den USA während des Zweiten Weltkriegs in die Hand gefallen waren. Der Flugzeugträger USS Saratoga ist wohl das bekannteste beteiligte Schiff. Gleichzeitig wurden die atomaren Auswirkungen auf Flugzeuge und Tiere getestet
Das Fazit der beiden Atomtests war, dass die Unterwasserzündung einer Atombombe sehr viel verheerender wirkt als eine über der Wasseroberfläche. Dies ist bedingt dadurch, dass sich Wasser - im Gegensatz zu Luft - sehr schlecht komprimieren lässt. Die Crossroads-Tests sind möglicherweise das Startsignal zur Entwicklung von Atomraketen mit Unterwasserzündung sowie von Atomtorpedos, die in einem einzigen Abschuss ganze Flottenverbände vernichten können.


Mfg L-Jack
