Brettchenborte "Birka" erlaubt oder nicht

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Re: Brettchenborte "Birka" erlaubt oder nicht

Beitragvon Hagelhans am Mi 03 Feb, 2010 09:10

Ich weiss nicht welche Farben Du möchtest Solva. Ich würde einfach von der Kombination von Schwarz, Weiss und Rot abraten. :smt002
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Re: Brettchenborte "Birka" erlaubt oder nicht

Beitragvon zellerin am Mi 03 Feb, 2010 09:58

Brundelinchen hat geschrieben:Ich persönlich habe meiner Freundin dazu geraten die Borte nicht in dieser Art herzustellen. Sie hat kleine Kinder und irgendeinen Ärger mit dem Gesetz kann sie garnicht brauchen.


Hätte ich ihr auch geraten. Es gibt ja andere schöne unverfängliche Muster. Seit ca. 70 Jahren hat dieses Symbol leider eine andere Aussagekraft und man sollte sich schon bewusst sein, dass man mit dem Tragen eines solchen Symbols in der heutigen Zeit ein bestimmtes Zeichen setzt. So authentisch das Muster auch ist, ist es leider heute nicht mehr mit gutem Gewissen herstellbar und tragbar. (Das als Meinung einer Deutschen, wahrscheinlich wird das in anderen Ländern lockerer gesehen ;)
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Re: Brettchenborte "Birka" erlaubt oder nicht

Beitragvon Dietrich am Mi 03 Feb, 2010 16:21

Den Trägern dieses Symbols wird immer gern eine gewisse politische Grundhaltung unterstellt, egal in welcher Zeit und welcher Umgebung sie sich bewegen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang nur an die unselige "Ulfhednar"- Diskussion im vergangenen (oder vorletztem?) Jahr.

In Deutschland wird deswegen generell davon abgeraten, das Hakenkreuz zu verwenden. Nicht meine Zeit, aber die Aussage ist wohl: Erstens war es sowieso nicht so häufig, und zweitens- warum sollte man es verwenden und sich der Kritik und den Verdächtigungen aussetzen, wenn es doch genügend schöne und belegte andere Symbole gibt?

Unterschwellig wird auch gelegentlich unterstellt, daß manche die Swastika verwenden, um damit zu provozieren.
Und/oder weil sie tatsächlich braun angehaucht sind. Weiß ich aber nur vom Hörensagen (aus den "gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen") und gebe es deshalb ausdrücklich als Gerücht wieder.
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Re: Brettchenborte "Birka" erlaubt oder nicht

Beitragvon Hagelhans am Mi 03 Feb, 2010 18:29

Nur sind in diesen Fall nicht gerade viele Belege von Bortenmustern belegt und die funde sind mit einen enorm hohen anteil an mustern die an Swastiken erinnern. ich schreibe ausdrücklich "daran erinnern". man braucht schon ein gewisses kunst-oder kulturhistorisches Auge um in den verrankent Mustern das Hakenkreuz zu sehen.
Es ist durchaus schwierig jedem verlangen nach 100% politischer Korrektheit nachzukommen und dabei auich die historische genauigkeit einzuhalten. Insbesondere auch desswegen, da die Leute die sich am ehesten an so einem Muster stossen, sich an jeder Form von Kultur stossen und nicht selten stramme Anhänger von Ideen wie "kulturrevolutionen" maoistischer prägung sind.
Von wem mehr Gefahr ausgeht, dem Träger des Replikates einer 2`000 Jährigen römischen Svastikafibel oder dem gut umerzogenen 1984er "Engsoz" muss wohl einmal die Geschichte entscheiden.

Totalitarismus ist keine Bretchenborte oder eine Fibel. Es ist eine Geisteshaltung. Eine Geisteshaltung die sich daraus ernährt, dass sich die Merheit ihr bedingungslos ihrer jeweiligen Doktrin unterwirft.

Auch wen ich nicht annehme, dass Dietrich mit "provozieren" mich gemeiont hat, so darf ich eingestehen, dass ich durchaus gerne ab und zu provoziere. Den das gegenteil von Provokation ist in Falle der "Politischen korrektheit" die Anpassung und Unterwerffung.
Wen ich dafür einmal in einem Umerziehungslager enden werde, so erspare ich mir zumindest die peinlichen Fragen einer kommenden Generation wie:"warum habt ihr das alles zugelassen?"

Meine eindringliche Buchempfehlung zum Thema: "Warum ist es unbedingt wichtig geschichte so gut wie nur möglich zu erforschen und zu bewahren." ist das Buch 1984 von george Orwell. Das Buch. Nicht der Film.
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