Meine ANZAC-Vietnam-Sammlung

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Meine ANZAC-Vietnam-Sammlung

Beitragvon Hoover am Di 12 Dez, 2006 17:45

Ich sammle ncicht nur US Wk2-Militaria, sondern auch britische Militaria von 1968-1986. Nebenbei horte ich auch alles über die Australier in Vietnam, die ANZACs.

dazu habe ich folgendes zusammengestellt:

ANZAC
Der Begriff ANZAC wurde 1915 geschaffen und bedeutet „Australian and New Zealand Army Corps“. Die Soldaten beider Nationen nannten sich gegenseitig „Diggers“ (für die australischen Goldgräber) und „Kiwis“ (nach dem kleinen neuseeländischen Erdvogel). Diese Spitznamen wurden dann auch sehr schnell von den US-Soldaten übernommen.

Kurze Anmerkung noch zur Gliederung der australischen Teile: Die australische Armee bestand nicht aus festen Regimentern oder gar Divisionen, sondern aus selbstständigen Bataillonen, die je nach Einsatz neu zu Regimentern zusammengestellt wurden. Das RAR (Royal Australian Regiment) wechselte daher immer nur die Bataillone und sonstige Truppenteile.

Der australische Beitrag zum Vietnam war eine Folge der politischen „Domino-Befürchtung“, nach der vermutet wurde, dass die Nachbarn kommunistischer Länder ebenfalls fallen könnten. Noch mehr als die USA sahen sich Australien und Neuseeland von dem sich ausreitenden Kommunismus in Südost-Asien bedroht. Aus diesem Grund hat such Australien bereits im Korea-Krieg engagiert sowie in den Guerillakriegen in Indonesien (Sumatra), Borneo und Malaya. Besonders im letztgenannten Krieg machten die australischen Truppen wertvolle Erfahrungen im Guerillakrieg.

Die Doktrinen im unmittelbaren Einsatz waren bei den US-Truppen und den ANZAC sehr unterschiedlich. Am Besten hat es ein US-Beobachter beschrieben: Die US-Truppen zogen mit viel Getöse durch den Busch und vertrauten auf ihre Stärke ganz nach dem Motto: Hier sind wir, kommt und zahlt den Preis. Die ANZACs gingen nach den Erfahrungen im Malaya ganz anders vor. Sie zogen in kleinen, schlagkräftigen Trupps durch den Busch und versuchten ihrerseits, den Feind in Hinterhalte zu locken und den Vietcong im eigenen Gebiet zu schlagen. Sie waren darin sehr erfolgreich und hatten ihre Provinz weit besser unter Kontrolle als die US-Verbündeten.

Das AATTV

Am 24.05.62 verkündete der australische Verteidigungsminister Reginald Townley, dass er 30 Militärberater nach Südvietnam schicken wollte, um den Kampf gegen den sich ausbreitenden Kommunismus zu unterstützen. Am 03.08.62 landeten die ersten 16 Berater in Saigon. Sie wurden im „AATTV“ zusammengefasst, dem „Australian Army Training Team Vietnam“. Sie wurden durch das amerikanische MAC-V geführt und ähnlich den US-Beratern diversen südvietnamesischen Verbänden zugeteilt. Mitte 1963 wuchs das AATTV auf circa 30 Mitgliedern an, die die Uniformen der „Gastverände“ trugen, in der Hauptsache wurden Tiger Stripes getragen, seltener auch privat beschaffte Duckhunter-Anzüge und südvietnamesische „BeoGam“-Tarnanzüge. Als die US-Berater mit den ersten Tropenanzügen ausgestattet wurden setzten sich diese sehr schnell als Bekleidung durch. Der erste australische Soldat, der in Vietnam starb, war der Sergeant William Hacking, der bei einem Unfall ums Leben kam, als sich am 01.06.63 der Abzug seines M16 in einem Ast verhakte und sich der tödliche Schuss löste. Die Zahl der Berater wurde im Juli 1964 dann auf 83 erhöht. Am 06.07.64 starb dann der erste Australier im Kampf, als dessen südvietnamesische Einheit in einen Hinterhalt des Vietcong geriet und aufgerieben wurde. Nach dem Zwischenfall im Golf von Tonkin wurde die Zahl der AATTV-Berater um weitere 200 erhöht und dem US-Präsidenten Johnson auch reguläre Bodentruppen zur Unterstützung angeboten. Während des Krieges schwankte die Zahl des AATTV von 250 bis maximal 550 Beratern, die zugleich in Vietnam Dienst taten. Am 22.04.70 wurde in Australien beschlossen, das Engagement in Vietnam zurückzufahren. Es wurden auf der einen Seite Truppen abgezogen, aber mehr Berater nach Vietnam geschickt. Am 08.12.72 schließlich wurden die letzten Berater aus Vietnam abgezogen. Die letzten australischen Soldaten, die Vietnam verließen, waren die Mitglieder des Saigon Embassy Guard Platoon, die am 30.06.73 aus Saigon abflogen. Im März und April 1975 unterstützten Transportflugzeuge der RAAF die USAF bei der Evakuierung von Ausländern und südvietnamesischen Bewohnern.

Das AATTV hat während des Einsatzes insgesamt 4 Victoria-Kreuze gewonnen, Australiens höchste persönliche Tapferkeitsauszeichnung.

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Zwei AATTV-Angehörige 1963. Ausrüstung ist Tiger Stripe Anzug, BAR-Koppel, M1910 Canteen Cover und M16. Der hintere Mann trägt Teile des M1956-Sets.


Die regulären Einheiten in Vietnam
Am 24.05.1965 traf das 1. Bataillon Royal Australian Regiment (1RAR) in Südvietnam ein und belegte ein Lager in Bien Hoa. Zusammen mit einer Kompanie neuseeländischer Pioniere wurde die ANZUS-Brigade gebildet (Australian , New Zealand und US Brigade), die durch die 173rd Airborne Brigade geführt wurde. Im nächsten Monat trafen dann auch M113-APC des 1 APC Troop, RAAC ein. Im Juni 1965 wurden auch die ersten australischen Wehrpflichtigen eingezogen. Im laufenden Jahr wurde das ANZAC weiter verstärkt, indem die 5RAR und 6RAR eintraf und das 3 Sqn SASR eingesetzt wurde. Die australischen Bataillone blieben für 1 Jahr in Vietnam und wurden dann komplett nach Australien zurückgeführt. Dadurch entstand eine enge Bindung der Soldaten und den Führern, da diese von der Ausbildung an durchgehend zusammen eingesetzt waren. 1968 und 1969 waren die Jahre der Operationen, fast jeden Monat wurden in größerem Rahmen Angriffe und Vorstöße ins VC-Gebiet unternommen. Am 01.02.1968 erreichte die Tet-Offensive auch den ANZAC-Bereich, als eine 700 Mann starke VC-Truppe Baria einnahm, die Hauptstadt der Provinz Phuoc Ty. In einer 24 stündigen Schlacht wurde die Stadt von nur einer Kompanie des 3RAR und einem Zug M113 freigekämpft. Ab dem 12.11.70 wurden die Einheiten, die zur Auffrischung nach Australien zurückkehrten, nicht mehr ersetzt. Damit begann langsam der australische Rückzug aus Vietnam.
Es gab einige größere Gefechte, die kurz genannt werden sollen:

18.08.66 Schlacht von Long Tan
Ab dem 14.08. lagen die ANZAC-Stellungen in Nui Dat unter schweren VC-Mörserfeuer. Nachdem ein Digger gefallen und 23 verwundet wurden entschied man sich für einen Gegenangriff. Am 18. schließlich geriet eine Patroille der D Co 6RAR in einen Hinterhalt nahe der VC-Stellungen. Die Wehrpflichtigen leiteten schweres Artilleriefeuer der neuseeländischen 105mm Batterie in Nui Dat auf die VC-Stellungen. Als ein Zug M113 mit Soldaten der A Co 6RAR zur Verstärkung kamen gingen die Australier in den Gegenangriff über. Die VC-Truppen waren überrascht und zogen sich zurück. Am nächsten Morgen zeigte sich, dass die D Co 6RAR vom 275. VC-Regiment umzingelt war, insgesamt fast 2500 Vietnamesen gegen 108 Digger der D Co. Der VC verlor 245 Tote und viele Gefangene, die Australier hatten 18 Tote und 21 verwundete. Der D Co wurde nach der Schlacht die US Presidential Citation verliehen.

13.05.68 Schlacht von Coral
Coral war eine ANZAC-Firease, die von einer weit überlegenen VC-Streitmacht überrant wurde. Der Morserzug des 1RAR wurde zerschlagen und Geschütze der 102. Feldartilleriebatterie erbeutet. Die VC-Truppen wurden in 2 Angriffen unter Hilfe von amerikanischen Kampfhubschraubern aus den Stellungen herausgeschossen. 100 gefallenen Vietcong standen 15 getöteten und 56 verwundeten Australiern gegenüber.

06.06.1969 Schlacht von Binh Bah
In der Nacht zum 06.06. besetzte eine größere Einheit der nordvietnamesischen Armee den kleinen Ort Binh Bah. 2 Kompanien des 5RAR, unterstützt von Panzern und Kampfhubschraubern, kämpften den Ort frei. Der Ort wurde fast vollständig zerstört. 115 toten NVA-Soldaten stand nur ein australischer Toter gegenüber.



Bewaffnung der ANZACs
Die Bewaffnung der ANZACs war ganz klar britisch orientiert, weshalb das Standardgewehr das L1A1 SLR war, einem halbautomatischen Sturmgewehr, welches als Kopie des belgischen FN FAL im australischen Lightgow in Lizenz produziert wurde. Von Funkern, Spähern und Unteroffizieren wurde das leichtere M16 geführt, jedoch blieb das SLR wegen der größeren Durchschlagsleistung die beliebtere Waffe. An Faustfeuerwaffen wurden sowohl die M1911A1 als auch die FN High Power geführt. Als MG wurde das amerikanische M60 genutzt. Beutewaffen wurden nur äußerst selten gesehen. Der Special Air Service SAS zog ebenso das SLR vor, jedoch wurden deren Waffen auf vollautomatisches Feuer umgerüstet. In geringen Zahlen wurden auch M79 und M203 Granatwerfer genutzt, letztere auch mit den SLR als Eigenumbau.
Weitere, nur vom SASR verwendete Waffen waren schallgedämpfte Maschinenpistolen der Typen Sten Mk. II und L34A4 Sterling. Das SASR baute ebenfalls die halbautomatischen L1A1 zu Vollautomaten um.
Sehr beliebt auch bei den ANZACs waren die M72 LAW (Panzerabwehrraketen), die sich sehr im Einsatz gegen Bunker und Feldstellungen des Vietcong bewährten.
Die Munitionsversorgung wurde im Allgemeinen komplett von der US Armee übernommen. Munition für Handwaffen und die verwendeten Handgranaten (hauptsächlich die Typen M26 Splitter- und M18 Rauchgranaten) wurden aus Beständen der US Army geliefert. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass jeder Schuss, jede Granate und Bombe, die auf Anforderung der ANZAC-Truppen eingesetzt wurde, von der australischen Regierung bezahlt werden musste!

Koppelausrüstungen
Die Australier nutzten unter anderem das britische P37 und P44-Equipment, einige Truppenteile waren bereits mit dem P58 ausgerüstet, bis die Australier sich 1961entschieden, das amerikanische M1956 ILCE-Equipment in Lizenz herzustellen.
Hier beginnt das Paradies für Sammler, denn die verschiedenen Markierungen und Herstellungen sind fast unübersehbar. Die Einführung des M56-sets geschah in 3 Phasen. Die ersten Lieferungen kamen von den US-Herstellern, die im Auftrag für die Australier die Sets herstellten. Diese waren 100% identisch zu den US-Sets, nur trugen diese anstatt des „US“-Aufdruckes den australischen Ordonanz-Pfeil und die Buchstaben „DD“ für Defence Department. M56-Teile mit diesen Markierungen sind heute sehr selten. Die zweite Phase bestand aus der US-Lieferung von M56-Teilen mit „US“-Stempeln, es wurden dazu einfach Teile aus der laufenden US-Produktion geliefert. Diese Teile waren bei den Diggern sehr häufig, nur schrieben sie oft ein „A“ und ein „T“ dazu, was dann „AUST“ hieß. Nationalstolz eben.
Die dritte und häufigste Phase war die Eigenproduktion der US-Teile, wobei es einige Unterschiede gab: Der Stoff war ein helleres Grün, alle Ränder wurden mit Nylonverstärkungen umnäht. Die Magazintaschen wurden dabei vergrößert, so dass in den M56-Taschen auch die größeren SLR-Magazine transportiert werden konnten. Wegen dieser größeren Magazine wurden noch 1970 of alte Pattern 37 Magazintaschen aus dem 2.Wk von den Gewehrschützen genutzt.
Im September 1967 testete das 2RAR 250 Tragesätze des M1967 MLCE-Systems im Einsatz. Die Nylon-Ausrüstungsteile waren dem Dschungelklima resistenter, außerdem trockneten die Taschen besser. Das M67-System wurde aber nicht eingeführt, nicht zuletzt wegen der für die M16 zugeschnitten Magazintaschen. Die Australier haben gerade ihre Version des M56-Equipments eingeführt, bei dem die Magazintaschen für die SLR vergrößert wurden. Trotzdem wurden einzelne M67-Teile vereinzelt durch Tausch auch von Australiern verwendet.

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Australian made M1956 Suspender. Der einzige Unterschied neben dem Stempel ist die Nylonpolsterung. Die Aussies stellten alle Suspenders nur in Long her.

Rucksäcke
Die ersten regulären Infanteristen, die im Jahre 1965 nach Vietnam kamen, trugen als Rucksack den P08/37 Large Pack, einem Rucksack, der 1908 eingeführt wurde. Da 1965 kein einsatzfähiger Ersatz zur Verfügung stand wurden die in großen Mengen vorhandenen P08/37 Packs (da noch im britischen Khaki) einfach grün eingefärbt und als „Emergency Issue“ ausgegeben. Natürlich waren diese Packs mehr als unbequem und unpraktisch. Das ist auch der Hauptgrund, warum das Haupttauschobjekt der Australier von Anfang an Rucksäcke waren. Am Beliebtesten waren ARVN-Rucksack und der Tropical Lightweight. Erst 1968 wurde ein halbwegs brauchbarer Rucksack eingeführt, der „Field Pack, Canvas“. Geteilt in 2 Fächern mit Klappen von oben und unten war er zwar immer noch nicht so komfortabel wie die US-Gegenparts, waren aber weit verbreitet und relativ praktisch. Ab 1971 wurden an diesen Field Packs dann zusätzliche Webbingriemen mit Ösen für M1910 Koppelhaken angeracht, so dass eine Unmenge mehr an Feldflaschen befestigt werden konnten. Trotzdem wurden die ARVN- und Tropical Rucksäcke nie ganz verdrängt.

Für zusätzlichen Transportplatz wurden auch die Small Packs des P08/37 Systems wieder ausgegeben, bis 1970 sogar noch weiter gefertigt!

Platzhalter Field Pack early

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Field Pack, Canvas, late production, datiert 1972
Bei der ab 1971 produzierten Version wurden zusätzliche Webriemen mit Ösen und Schlafen angebracht, um Ausrüstung mit M56-Clip und M1910-Haken anzubringen. Die Innenseite ist mit gummierten Gewebe ausgekleidet.

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Der Pattern 1937 Small Pack, datiert 1969. Diese Taschen wurden als Universaltragetaschen verwendet ohne spezielle Bestimmung
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Beitragvon Hoover am Di 12 Dez, 2006 17:46

Fortsetzung

Kopfbedeckungen

Die australische Armee war zu Beginn des Krieges noch stark britisch orientiert, daher war die erste Version des Buschhutes eine exakte Kopie des britischen. Er ist einfach an den Lüftungslöchern mit Gitter zu erkennen. Ab 1967 wurde eine vereinfachte Version mit einfachen Ösen als Lüftungslöcher eingeführt. Das SASR wurde im Jahre 1967 komplett mit ERDL-Anzügen ausgestattet, wozu auch ERDL-Buschhüte gehörten. In den Anfangszeiten trugen die Angehörigen des AATTV auch inoffiziell beschaffte Hüte aus Tiger Stripe und anderen Tarnstoffen. Stahlhelme wurden sehr selten getragen, obwohl in Australien der amerikanische M1-Helm nachgebaut wurde. Die übliche Kopfbedeckung waren olive Buschhüte.

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Bush Hat 1st Pattern

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Bush hat 2nd Pattern

Splitterschutzwesten

Australien fertigte keine Splitterschutzwesten selbst. Es wurden US-Westen der Modelle M-1952 und M-1969 bei den US-Streitkräften angekauft. In Vietnam selber wurden diese Westen aber sehr selten getragen, meistens nur auf Wache in den Lagern, aber nur sehr selten auf Patrouillen.

Uniformen

Das AATTV mit der freieren Wahl der Uniformen ist ein Sonderfall, der „normale“ Soldat in Vietnam wurde zu Anfang des Krieges mit einem einfachen Hemd mit zwei Brusttaschen und einer oliven Hose mit einer Oberschenkeltasche ausgerüstet. Diese beiden Teile waren ebenfalls Kopien der britischen „Jungle Greens“. Beide Teile waren locker geschnitten und bei den Soldaten recht beliebt. Ab Anfang 1968 wurde eine neue Uniform eingeführt, bei der das Hemd über der Hose getragen wurde, die Brusttaschen schräge Klappen hatten und auf den Oberarmen kleine Taschen für Schreibzeug, Zigaretten und Verbandpäckchen aufgenäht waren. Die Hose hatte jetzt zwei Cargopockets auf den Oberschenkeln (die aber leider zu eng geschnitten waren, um wirklich etwas darin zu transportieren) und zwei Gesäßtaschen, die einfach mit je einem Knopf verschlossen wurden. Diese neue Uniform war eher eng geschnitten, weshalb die alte Uniform weiterhin sehr beliebt und häufig zu sehen war. Weit verbreitet unter den Soldaten waren auch amerikanische Tropenuniformen, die von den Vorgesetzten geduldet waren (weil sie selber diese oft trugen) und ein beliebtes Tauschziel waren. ERDL-Uniformen wurden an die RAR nicht ausgeben, oliv war Vorschrift. Daher trug nur das SASR und die AATTV diese Tarnung. Überhaupt muss man sagen, dass das australische Militär sehr auf Einhaltung der Regeln bedacht war. Auswüchse wie die Hippiekultur gab es in Vietnam nicht, persönliche Verzierungen der Uniformen und Ausrüstungen waren sehr selten.


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JG Shirt 1st Pattern

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Trousers JG, 1st Pattern

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Trousers, Tropical JG (Ab 1968 hergestellt)

Fußbekleidung

Die Digger gingen in knöchelhohen Standardstiefeln aus schwarzem Leder nach Vietnam. Schnell wurde klar, dass die Stiefel den Anforderungen nicht gerecht wurden, und so wurden US-Dschungelstiefel Modell 1945 und britische Tropenstiefel beschafft. Die knöchelhohen Stiefel wurden dabei mit einer schwarzen Canvasgamasche getragen, die der US M1938-Gamasche nachempfunden war, aber nur mit drei Schnallen verschlossen wurde. Wo immer möglich wurden daher die beliebten US Tropenstiefel organisiert und getragen. Erst 1967 entschied sich das australische DD, die hohen kanadischen Springerstiefel nachzubauen. Trotzdem blieben die US-Stiefel am Beliebtesten.

So, hier nun noch 2 Field Packs:

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Früher Field Pack von 1969

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Hier ein Übergangsstück. Einem frühen Field pack wurden die Webschlaufen des späteren Packs nachträglich aufgenäht. Datiert 1971.

Den Rest muss ich mal schön fotografieren.

Was man so für Hobbies hat... :-k
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Beitragvon Guisan am Di 12 Dez, 2006 18:33

Hm spannende sache! Danke für den Text, wirklich super zum lesen!
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Beitragvon Hagelhans am Di 12 Dez, 2006 18:59

Ein selten behandeltes Thema supper erleutert! Danke!
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Beitragvon Napoleon am Mi 13 Dez, 2006 06:53

Besten Dank, mal was anderes.

Super Texte und sehr informativ.
Jeder Erfolg, den man erzielt, schafft uns einen Feind. Man muß mittelmäßig sein, wenn man beliebt sein will.
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Beitragvon dustoff am Mi 13 Dez, 2006 17:45

Interessanter Bericht! Ich sehe immer wieder australische Sachen aus der Vietnam Zeit auf eBay. Wenn ich nicht US sammeln würde ....
Gruss
Danielle


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Beitragvon Guisan am Mi 13 Dez, 2006 18:41

... Daann würde wohl bei Dustoff ein Känguruh mit originaler Stempelung (bei Ebay ergattert) bei Dustoff auf dem Tisch liegen :biggrin:
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Beitragvon troupier suisse am Mi 13 Dez, 2006 19:03

@ Hoover. Recht vielen Dank für die Ausführungen zu diesem eher steifmütterlich beachteten Thema. Ich entsinne mich als Lehrling im in 19 Teilen erscheinenden Magazin NAM einmal ein Special zu den Australiern in Vietnam gelesen zu haben, und in meiner Ospreysammlung steht auch der MAA Band 123, womit ich mir auch einiges angelesen habe. Ein seltenes aber interessantes Sammelgebiet.
Die Welt ist eine Bühne, aber das Stück ist schlecht besetzt. (Oscar Wilde)
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Beitragvon Hoover am Mi 13 Dez, 2006 19:50

Hier noch einige nette Teile:

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Magazintasche für die F1-MPi.

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Bandolier für 5 Ladestreifen á 5 Schuss 7,62mm. Die Magazine des SLR waren keine Wegwerfware, daher mussten die Digger die Mags per ladestreifen wiederladen.

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2Qrt-Flotation Bladder. Der Cover war aus gummierten Gewebe, welches mit tarndruck versehen war. Es gab noch einen Boonie und einen Regenmantel in dem Tarn.
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Beitragvon dustoff am Do 14 Dez, 2006 19:50

hehe .. ein Känguru! Mein Auto nennt sich Kangoo aber einen lebendigen Hopser ... ich weiss nicht.

Letzte Woche habe ich ein paar shorts der Aussies in Nam ersteigert ....
Gruss
Danielle


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